Prozessoptimierung für Betriebe in Braunschweig: Schluss mit der Handarbeit zwischen den Systemen
Zwischen Prüfauftrag, Kleinserie und Werkstattalltag entsteht in Braunschweiger Betrieben viel Arbeit, die niemand geplant hat: Angaben wandern aus einem Protokoll in eine Tabelle, von dort in die Auftragsverwaltung und am Monatsende noch einmal in die Abrechnung. Wir nehmen den Ablauf dort auf, wo er stattfindet, benennen die teuren Stellen und setzen danach das um, was sich rechnet. Von Söhlde aus sind wir über die A39 in gut einer halben Stunde (Projekterfahrung) bei Ihnen.
Braunschweig ist ein Standort mit ungewöhnlicher Mischung: Auf der einen Seite Forschung und Entwicklung rund um Fahrzeugtechnik, Messtechnik sowie Luft- und Raumfahrt, mit einer Technischen Universität und angeschlossenen Instituten als Taktgeber. Auf der anderen Seite ein dichter Mittelstand, der genau dafür liefert — Zulieferbetriebe, Prüf- und Messdienstleister, Sondermaschinenbau, Handwerk und IT-nahe Dienstleister. Diese Mischung erzeugt eine Auftragsstruktur, die sich von reiner Serienfertigung deutlich unterscheidet: viele Einzelfälle, viel Nachweisführung, viel Abstimmung. Und genau dort sammelt sich die Arbeit an, die weder im Angebot noch in der Kalkulation auftaucht. Wir arbeiten aus Söhlde heraus, rund 35 Kilometer (Projekterfahrung) entfernt, und sind für Termine vor Ort ohne Reiseplanung erreichbar.

Ein Auszug aus dem Bericht zur Prozessanalyse
Was den Standort Braunschweig für Prozessarbeit besonders macht
Wer in Braunschweig für Forschung, Entwicklung und Erprobung arbeitet, hat selten den immer gleichen Vorgang. Ein Prüfauftrag unterscheidet sich vom nächsten, eine Kleinserie hat andere Toleranzen als die davor, und jede Lieferung schleppt Nachweise mit sich: Messwerte, Chargen, Kalibrierungen, Freigaben. Solche Abläufe lassen sich nicht mit einem Standardformular erschlagen. Sie werden deshalb fast immer von Hand gehalten — mit Tabellen, Ordnerstrukturen und Postfächern, die über Jahre gewachsen sind. Das funktioniert, solange die Menschen bleiben, die den Aufbau kennen. Es wird teuer, sobald jemand ausfällt, ein Auftraggeber eine lückenlose Dokumentation verlangt oder das Volumen steigt.
Dazu kommt eine zweite Braunschweiger Eigenheit: Viele Betriebe arbeiten gleichzeitig für Auftraggeber mit sehr unterschiedlichen Erwartungen. Ein Entwicklungspartner will Zwischenstände und Messreihen, ein Serienkunde will Liefertreue und Abrufe, eine öffentliche Stelle will nachvollziehbare Stundennachweise je Projekt. Drei Auftraggeber, drei Berichtsformen, dieselben Grunddaten — und drei Mal Handarbeit, weil kein System die Daten so hergibt, wie sie gebraucht werden. Genau hier setzt Prozessoptimierung an: nicht mit einem neuen Programm, sondern mit der Frage, an welcher Stelle eine Angabe zum ersten Mal entsteht und wie sie von dort automatisch dorthin kommt, wo sie gebraucht wird.
Ausgangslagen, die uns in Braunschweiger Betrieben regelmäßig begegnen
Die folgenden Punkte stammen aus Gesprächen mit Betrieben aus Zulieferung, Prüf- und Messdienstleistung, Handwerk und projektnahen Dienstleistungen. Sie klingen unspektakulär, binden aber zusammengerechnet erhebliche Arbeitszeit — und sie sind fast immer der Grund, warum eine Auswertung länger dauert als die Arbeit, die sie beschreibt.
Messwerte enden im Protokoll
Prüf- und Messergebnisse liegen als Datei oder Ausdruck vor und werden für den Kundenbericht erneut abgetippt. Jede Übertragung ist eine mögliche Abweichung, und bei Rückfragen muss die Herkunft eines Wertes mühsam zurückverfolgt werden.
Stunden je Projekt von Hand verteilt
Wo entwicklungsnah gearbeitet wird, muss Arbeitszeit einzelnen Aufträgen oder Projekten zugeordnet werden. Häufig geschieht das nachträglich aus dem Gedächtnis, weil die Erfassung nicht am Entstehungsort stattfindet.
Abrufe und Avise als Fließtext
Zulieferbetriebe erhalten Bedarfe per Nachricht, Portal und Anhang in wechselnden Formaten. Die Übernahme in die eigene Planung ist Handarbeit, und Änderungen werden erst bemerkt, wenn jemand die Nachricht erneut liest.
Nachweise ohne gemeinsamen Ablageort
Kalibrierscheine, Freigaben und Prüfberichte liegen verteilt in Postfächern und Laufwerken. Vor einem Audit oder einer Kundenanfrage beginnt die Suche, obwohl alle Unterlagen im Haus vorhanden sind.
Kalkulation ohne Rückfluss
Angebote entstehen aus Erfahrungswerten, aber die tatsächlich benötigte Zeit fließt nie zurück in die nächste Kalkulation. Damit bleibt unklar, welche Auftragsart wirklich trägt und welche nur beschäftigt.
Auswertung als Monatsritual
Zahlen für die Besprechung werden aus mehreren Quellen zusammengetragen, in einer Tabellenkalkulation ausgerichtet und formatiert. Bis sie vorliegen, beschreiben sie einen Zustand, der bereits vorbei ist.
Termine in Braunschweig und im Umland
Von der Analyse bis zum Betrieb: wie ein Projekt abläuft
Wir beginnen nie mit einem Werkzeug, sondern mit dem Ablauf. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Die meisten gescheiterten Digitalisierungsvorhaben scheitern daran, dass ein Programm eingeführt wurde, bevor jemand den vollständigen Weg eines Vorgangs beschreiben konnte. Der folgende Ablauf gilt unabhängig davon, ob am Ende eine Automatisierung, eine Schnittstelle oder schlicht eine geänderte Reihenfolge herauskommt.
Analyse vor Ort
Wir begleiten die betroffenen Arbeitsplätze in Ihrem Betrieb und schreiben mit: wo ein Vorgang entsteht, wer ihn bearbeitet, welche Angaben dabei erneut eingetippt werden, worauf er wartet. Bei entwicklungsnahen Aufträgen lassen wir uns zusätzlich einen Sonderfall zeigen, weil dort die eigentlichen Kosten liegen. Das Ergebnis ist ein schriftlicher Bericht mit Fundstellen, Maßnahmen und Schätzpreisen — Einzelheiten stehen auf der Seite Prozessanalyse.
Priorisierung mit Ihnen gemeinsam
Aus einer Aufnahme kommen selten zwei Maßnahmen, sondern eher fünfzehn. Wir sortieren sie nach jährlich gebundener Arbeitszeit, Umsetzungsaufwand und Risiko und gehen die Liste mit Ihnen durch. Am Anfang stehen bewusst kleine, sichere Schritte, die im Alltag spürbar sind. Was Sie mit eigenen Leuten erledigen können, sagen wir Ihnen — auch wenn dabei kein Auftrag für uns entsteht.
Umsetzung zum Festpreis
Für jede beauftragte Maßnahme steht der Umfang schriftlich fest, bevor gearbeitet wird. Wir bauen die Automatisierung oder die Verbindung zwischen zwei Systemen, testen sie mit echten Vorgängen aus Ihrem Haus und übergeben eine kurze Arbeitsanleitung für die Beteiligten. Abgenommen wird gegen den beschriebenen Umfang, nicht gegen ein Gefühl.
Betrieb und Anpassung
Nach der Übergabe bleibt die Frage, wer merkt, wenn eine Übertragung nachts nicht läuft. In der laufenden Betreuung überwachen wir die eingerichteten Abläufe, melden uns bei ausbleibenden Läufen und passen an, wenn sich eines Ihrer Systeme ändert. Mehr dazu unter Betrieb und Wartung.
Wir begleiten die betroffenen Arbeitsplätze in Ihrem Betrieb und schreiben mit: wo ein Vorgang entsteht, wer ihn bearbeitet, welche Angaben dabei erneut eingetippt werden, worauf er wartet. Bei entwicklungsnahen Aufträgen lassen wir uns zusätzlich einen Sonderfall zeigen, weil dort die eigentlichen Kosten liegen. Das Ergebnis ist ein schriftlicher Bericht mit Fundstellen, Maßnahmen und Schätzpreisen — Einzelheiten stehen auf der Seite Prozessanalyse.
Aus einer Aufnahme kommen selten zwei Maßnahmen, sondern eher fünfzehn. Wir sortieren sie nach jährlich gebundener Arbeitszeit, Umsetzungsaufwand und Risiko und gehen die Liste mit Ihnen durch. Am Anfang stehen bewusst kleine, sichere Schritte, die im Alltag spürbar sind. Was Sie mit eigenen Leuten erledigen können, sagen wir Ihnen — auch wenn dabei kein Auftrag für uns entsteht.
Für jede beauftragte Maßnahme steht der Umfang schriftlich fest, bevor gearbeitet wird. Wir bauen die Automatisierung oder die Verbindung zwischen zwei Systemen, testen sie mit echten Vorgängen aus Ihrem Haus und übergeben eine kurze Arbeitsanleitung für die Beteiligten. Abgenommen wird gegen den beschriebenen Umfang, nicht gegen ein Gefühl.
Nach der Übergabe bleibt die Frage, wer merkt, wenn eine Übertragung nachts nicht läuft. In der laufenden Betreuung überwachen wir die eingerichteten Abläufe, melden uns bei ausbleibenden Läufen und passen an, wenn sich eines Ihrer Systeme ändert. Mehr dazu unter Betrieb und Wartung.
Einstieg für Betriebe in Braunschweig · netto zzgl. USt.
- Aufnahme dort, wo gearbeitet wird — Werkstatt, Labor, Büro
- Medienbrüche, Doppelerfassungen und Wartezeiten benannt
- Maßnahmenliste mit Schätzpreis als Entscheidungsgrundlage
- Keine Verpflichtung, die Umsetzung bei uns zu beauftragen
Ein abgegrenzter Ablauf an einem Standort liegt bei 1.900 € netto. Darin enthalten sind Vorgespräch, Aufnahme bei Ihnen in Braunschweig, Auswertung, schriftlicher Bericht und die gemeinsame Besprechung. Die anschließende Umsetzung beginnt bei 4.900 € netto je Automatisierung oder Schnittstelle, als Festpreis nach der Analyse. Die laufende Betreuung beginnt bei 190 € netto pro Monat. Alle Preise netto zzgl. USt., Einzelheiten auf der Preisübersicht.
Preisstand: September 2026. Laufende Leistungen sind einzeln buchbar und monatlich kündbar, eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.
Was Nähe im Alltag konkret bringt
Aufnahme statt Fragebogen
Einen Ablauf beschreibt man am Bildschirm anders, als er tatsächlich läuft. Weil die Fahrt nach Braunschweig für uns ein normaler Arbeitsweg ist, sehen wir uns die Sache an, statt sie uns erklären zu lassen. Das spart auf beiden Seiten die Runde an Rückfragen, die entsteht, wenn Beschreibung und Wirklichkeit auseinandergehen.
Ein Ansprechpartner mit Namen
Sie sprechen mit der Person, die Ihren Ablauf aufgenommen hat und die Umsetzung baut. Keine Weiterleitung, keine Wiederholung des Sachverhalts an der nächsten Stufe. Wer Ihre Systemlandschaft einmal gesehen hat, versteht eine Störungsmeldung ohne langes Vorspiel.
Abnahme mit echten Vorgängen
Eine Übergabe per Bildschirmfreigabe endet oft bei der Frage, ob es im Alltag wirklich trägt. Wir nehmen mit Ihren Leuten am Arbeitsplatz ab, mit echten Aufträgen und den Sonderfällen, die sonst erst nach vier Wochen auffallen.
Kurze Wege bei Änderungen
Systeme ändern sich: ein Versionswechsel, ein neues Format vom Auftraggeber, ein zusätzlicher Nachweis. Wenn dabei eine eingerichtete Übertragung stolpert, ist ein Termin vor Ort keine Reiseplanung, sondern ein Vormittag.
Nachweisführung: der stille Zeitfresser entwicklungsnaher Betriebe
In Braunschweig arbeiten auffällig viele Betriebe für Auftraggeber, die nicht nur ein Ergebnis wollen, sondern dessen Herkunft. Messreihe, Prüfmittel, Kalibrierstand, verantwortliche Person, Zeitpunkt — die Angaben sind vorhanden, liegen aber in verschiedenen Systemen und Ordnern. Zusammengeführt werden sie erst dann, wenn jemand danach fragt, und dann von Hand. Der Weg heraus führt selten über eine neue Software, sondern über zwei Fragen: Wo entsteht jede dieser Angaben zum ersten Mal, und wie kommt sie von dort ohne erneute Eingabe in den Bericht? Genau das beantwortet die Analyse, und genau daraus entsteht anschließend eine Verbindung zwischen den beteiligten Systemen.
- Herkunft jeder Angabe einmal geklärt statt bei jeder Anfrage neu
- Berichte aus vorhandenen Daten statt aus abgetippten Werten
- Ablage nachvollziehbar, auch wenn die zuständige Person fehlt
- Grundlage für Prozessdokumentation, die im Audit trägt
| Angabe im Prüfbericht | Entsteht zuerst in | Weg in den Bericht |
|---|---|---|
| Messreihe | Prüfplatz | übernommen |
| Prüfmittel | Prüfmittelverzeichnis | übernommen |
| Kalibrierstand | Prüfmittelverzeichnis | übernommen |
| Verantwortliche Person | Anmeldung am Prüfplatz | übernommen |
| Auftrag und Bauteil | Warenwirtschaft | heute abgetippt |
Partner aus der Region oder reine Fernbetreuung
Zwei Wege, ein Prozessvorhaben anzugehen
Beide Wege haben ihre Berechtigung. Der Unterschied zeigt sich weniger im Angebot als im Verlauf — bei Aufnahme, Abnahme und Störung.
Begleitung vor Ort aus dem Umland
- Enthalten: Aufnahme am Arbeitsplatz, inklusive der Sonderfälle
- Enthalten: Abnahme mit echten Vorgängen gemeinsam mit Ihrem Team
- Enthalten: Ein Ansprechpartner, der Ihre Systemlandschaft gesehen hat
- Enthalten: Termin in Braunschweig ohne Reiseplanung möglich
- Nicht enthalten: Aufwand für Anfahrt ist Teil der Kalkulation, nicht kostenlos
Rein aus der Ferne betreut
- Enthalten: Schnell startklar, sobald Zugänge eingerichtet sind
- Nicht enthalten: Ablauf wird beschrieben, nicht beobachtet
- Nicht enthalten: Sonderfälle tauchen oft erst nach der Abnahme auf
- Nicht enthalten: Ansprechpartner wechselt je nach Verfügbarkeit
- Nicht enthalten: Bei Störungen zählt die Reihenfolge im Ticketsystem
Wo wir im Branchenbild der Region ansetzen
Die folgende Übersicht ordnet typische Ausgangslagen den Branchen zu, die für Braunschweig und das Umland kennzeichnend sind. Sie ersetzt keine Analyse, hilft aber bei der Einschätzung, ob sich ein Gespräch lohnt. Eine ausführlichere Zuordnung finden Sie unter Branchen.
| Betriebsart in der Region | Häufige Ausgangslage | Erster Schritt | Woran sich der Erfolg zeigt |
|---|---|---|---|
| Zulieferung und Sondermaschinenbau | Abrufe und Änderungen kommen in wechselnden Formaten und werden von Hand übernommen | Eingangswege aufnehmen, einen einheitlichen Eingang festlegen | Änderungen fallen sofort auf, statt beim nächsten Blick ins Postfach |
| Prüf-, Mess- und Laborleistungen | Ergebnisse werden für den Kundenbericht erneut erfasst | Herkunft jeder Angabe klären, Übertragung einrichten | Berichte entstehen aus vorhandenen Werten statt aus Abtippen |
| Entwicklungsnahe Dienstleistung | Arbeitszeit wird Projekten nachträglich zugeordnet | Erfassung an den Entstehungsort verlegen | Nachweise je Projekt sind ohne Nacharbeit belastbar |
| Handwerk im Umland | Aufmaß, Stundenzettel und Material laufen über Papier | Erfassung auf dem Gerät vor Ort, einmalig statt dreifach | Die Rechnung entsteht am selben Tag wie die Leistung |
| Großhandel und Logistik | Bestände und Belege werden zwischen Systemen abgeglichen | Verbindung der führenden Systeme über eine Schnittstelle | Der Abgleich am Monatsende entfällt |
Typische Verläufe aus Gesprächen in der Region
Illustrative Szenarien aus typischen Projektverläufen (Projekterfahrung), anonymisiert und ohne Kundenangaben.
Die teuerste Stelle in einem Ablauf ist selten die komplizierteste. Es ist die, an der jemand eine Angabe zum zweiten Mal eintippt, weil zwei Systeme nichts voneinander wissen.
Was nach der Aufnahme folgt, entscheidet der Bericht. Häufig ist es Prozessautomatisierung für wiederkehrende Handarbeit, eine Schnittstelle zwischen zwei Systemen, die heute nebeneinanderher laufen, oder Datenintegration, wenn dieselben Stammdaten an mehreren Stellen gepflegt werden. Steht Papier im Weg, geht es um Dokumente digitalisieren; fehlt der Überblick, um Kennzahlen und Auswertung. Wenn ein in die Jahre gekommenes Programm den Ablauf bestimmt, ist Altsysteme ablösen das Thema, und damit die Änderung im Team ankommt, gehört Schulung und Einführung dazu. Den Gesamtüberblick gibt die Seite Leistungen.
Welcher Ablauf kostet Sie in Braunschweig gerade die meiste Zeit?
Beschreiben Sie uns in wenigen Sätzen den Vorgang, der Ihr Team am stärksten bindet. Wir sagen Ihnen im Vorgespräch offen, ob eine Analyse der richtige Schritt ist — oder ob sich die Sache kürzer klären lässt.
Unser Einzugsgebiet rund um Braunschweig
Von Söhlde aus erreichen wir Braunschweig über die A39 und die B1. Die umliegenden Städte betreuen wir auf demselben Weg — persönlich statt per Videokonferenz.
